Kernbohrgeräte sicher befestigen - VDMA veröffentlicht neues Merkblatt für Anwender

VDMA

Um eine Kernbohrung auf der Baustelle exakt und optimal ausführen zu können, muss das Kernbohrgerät im Untergrund sicher befestigt sein. Wie die ideale Befestigung aussehen sollte, dazu hat der Arbeitskreis Kernbohrgeräte des VDMA Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen jetzt die VDMA Information „Sichere Befestigung von Kernbohrgeräten“ in deutsch und englisch vorgelegt. Es richtet sich an ausführende Unternehmen.

Die Zusammenhänge der Einflussgrößen aus Maschine und Baustellenbedingungen bei Kernbohrungen sind komplex. Die werkstoffliche Inhomogenität des Untergrundes führt zu variierenden Festigkeiten. Da von den Dübelherstellern keine universelle Angabe für die Dübelauszugskraft gegeben werden kann, müssen bei der Auswahl des geeigneten Befestigungssystems alle möglichen Quellen und Know-How-Träger einbezogen werden. Das sind eigene „Best Practice“-Erfahrungen, die Zusammenarbeit mit dem Dübelhersteller oder auch das Wissen über die Auswirkungen aller in dieser Information genannten Einflussgrößen. „Wir können den Anwendern daher kein Universalrezept an die Hand geben“, sagt Helmut Schgeiner vom VDMA, „bieten ihm aber erstmals eine kompakte Information über alle wesentlichen Voraussetzungen zum sicheren Befestigen eines Kernbohrgerätes auf der Baustelle, und zwar über die Betriebsanleitung hinaus.“

Für den Umgang mit den Hinweisen des Merkblattes ist eine vertiefte Kenntnis im Bereich der angewandten Maschinen- und Befestigungstechnik nötig. Die Hersteller von Kernbohrgeräten empfehlen den Anwendern daher, alle Entscheidungen über die Art der Befestigung der Kernbohrgeräte auf Baustellen nur durch adäquat ausgebildetes und eingewiesenes Personal zu treffen.

Die Erarbeitung des Merkblattes durch die Hersteller hatten die Anwender selbst angeregt. Das Projekt begleitet hat Prof. Dr.-Ing. Detlev Borstell von der Hochschule Koblenz. Das 21-seitige Papier kann auf bub.vdma.org heruntergeladen werden.