Erfolgreich in Brüssel Gesicht gezeigt

CECE

Die führenden Baumaschinenhersteller Europas forderten auf dem politischen CECE Summit am 11./12. Oktober in Brüssel die EU-Vertreter auf, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Baumaschinenindustrie langfristig zu erhalten und zu verbessern.

Während einer Dinner Debate im Europäischen Parlament unter der Leitung von MEP Jo Leinen, ging es um zwei wesentliche Themen: die Harmonisierung der Straßenverkehrszulassung für mobile Maschinen und die digitale Transformation des europäischen Bausektors samt der Maschinenindustrie. Während ersteres nach zähen Verhandlungen nun bald Realität werden könnte, besteht in Punkto Digitalisierung nach Meinung der Industrie höchster Handlungsbedarf. Während High-Tech-Baumaschinen heutzutage schon automatisiert und digitalisiert sind, gehört der europäische Bausektor selbst noch zu den am wenigsten digitalisierten Zweigen in Europa.

ePrivacy Richtlinie besorgt Baumaschinenindustrie
CECE-Präsident Bernd Holz forderte in diesem Zusammenhang die Politik auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Digitalisierung voranbringen, ohne dass dies zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gehe. Besorgt sei man derzeit über die „ePrivacy Richtlinie“, die weithin auch als Cookie-Gesetzgebung bekannt ist und der Grund dafür ist, dass wir heute Popup-Zustimmungen auf vielen Webseiten finden. Die Regelung, die nun überarbeitet werden soll, betrifft allerdings nicht nur Cookies, sondern die elektronische Kommunikation im Ganzen; von der App, über den Instant Messanger bis zu Industrie 4.0-Anwendungen. Sie soll die Privatsphäre und persönlichen Daten der Bürger in der elektronischen Kommunikation schützen. Im Revisionsvorschlag steht nun, dass die Kommunikation von Maschinen untereinander ebenfalls unter die ePrivacy-Regelung fallen soll.

„Machine-to-Machine“-Kommunikation muss raus
Holz machte deutlich, dass es unerlässlich sei, die richtige Balance zwischen dem Schutz der Privatsphäre und dem sicheren Austausch von elektronischen Daten zwischen Maschinen zu finden. Er forderte im Namen der Industrie, die „Machine-to-Machine“-Kommunikation aus der ePrivacy Richtlinie auszuklammern. Diese Kommunikation diene ausschließlich dazu, Arbeiten auf der Baustelle effizienter, kostengünstiger und schneller zu machen. Es gehe keinesfalls darum, private Daten der Bediener von Maschinen zu sammeln. Eine reibungslose „Machine-to-Machine“-Kommunikation sei das Rückgrat für eine erfolgreiche digitale Transformation des europäischen Bausektors. Wird diese durch Gesetzgebung behindert, droht der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Industrie.

Weitere Informationen und Pressemitteilungen zu diesem und anderen Themen des CECE Summits, finden Sie auf der CECE-Webseite: http://www.cece.eu.