Brexit: Verhandlungsstand und Lösungsansätze im Normungs- und Akkreditierungswesen

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Gemäß den Beschlüssen der Generalversammlungen von CEN und CENELEC vom 23. November 2018 wird BSI weiterhin Vollmitglied von CEN und CENELEC sein, unabhängig von den Bedingungen, unter denen das Vereinigte Königreich die EU verlässt.

Die BSI-Experten sind nach wie vor berechtigt, an den Fachausschüssen CEN und CENELEC teilzunehmen, während BSI weiterhin über das volle Stimmrecht in den Entscheidungsgremien von CEN und CENELEC verfügt. Während der Übergangszeit für die Satzung, die mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU beginnt, werden die Statuten der Organisationen überprüft, damit BSI dauerhaft als Vollmitglied weiterarbeiten kann. Aktueller Stand der Verhandlungen ist derzeit, dass BSI nicht unbefristet, sondern befristet bis zum 31.12.2020 ermöglicht wurde, somit synchron zu dem derzeit verhandelten Austrittsabkommen mit Übergangsfrist. S., hierzu: https://www.cencenelec.eu/News/Brief_News/Pages/TN-2018-083.aspx

BSI informiert auf seiner deutschsprachigen Website insbesondere zu Einzelheiten bei Beauftragung/Einbindung seiner eigens gegründeten niederländischen Tochtergesellschaft: https://www.bsigroup.com/de-DE/Unsere-Dienstleistungen/Produktzertifizierung/Brexit-Prodcert/ (s. Themen wie Übertragung von CE-Zertifikaten, Funktion als benannte Stelle für Bauprodukte, Medizinprodukte, Managementsysteme, ...)

Die britische Akkreditierungsstelle UKAS informiert unter https://www.ukas.com/customer-area/ukas-and-brexit/ über den aktuellen Stand der Abstimmung mit den EU-Partnerinstitutionen und verweist insbesondere auf ein Abkommen mit EA (s. Anlage), wonach UKAS für eine 2-jährige Übergangszeit nach dem Brexit noch EA-Vollmitglied bleiben wird. Da hier nicht weiter spezifiziert wird, dürfte das auch für den harten Brexit gelten. Wie es nach den 2 Jahren weitergehen wird, ist von den zu führenden weiteren Verhandlungen abhängig.