Neue Veröffentlichungen der DGUV

Schuler Pressen GmbH

Hier erhalten Sie eine Übersicht über aktuelle Informationen und neue und aktualisierte Publikationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV):

Arbeitsschutz

Hoher Krankenstand 2017: psychischen Erkrankungen waren nicht schuld
Deutschlands Arbeitnehmer meldeten sich 2017 wieder häufiger krank. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit stieg der Krankenstand von 3,9 auf 4,1 Prozent. Atemwegserkrankungen machten den Deutschen im vergangenen Jahr zu schaffen: Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausfälle durch psychische Erkrankungen stiegen hingegen nur leicht – um knapp 1,5 Prozent.
DAK-Gesundheit Gesamtanalyse zu Krankmeldungen 2017
 

Produktionsausfall von 675 Millionen Euro: Prävention lohnt sich
Mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 17,2 Tagen je Arbeitnehmer/-in ergeben sich im Jahr 2016 insgesamt 674,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage. Ausgehend von diesem Arbeitsunfähigkeitsvolumen schätzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle auf insgesamt 75 Milliarden Euro beziehungsweise den Ausfall an Bruttowertschöpfung auf 133 Milliarden Euro.
Zum Download "Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit 2016"

 

EuGH-Urteil: Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) vom 23. Februar 2018 gilt der Satz Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit unter zwei Bedingungen:

Bereitschaftszeit ist Zeit,

  • die ein Arbeitnehmer an einem vom Arbeitgeber vorgegebenen Ort verbringen muss und
  • während derer er dem Ruf des Arbeitgebers zum Einsatz innerhalb kurzer Zeit Folge leisten muss.

Liegen diese Bedingungen vor, ist sie als "Arbeitszeit" anzusehen – so lautet eine aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

 

Übergangsfrist im Explosionsschutz läuft ab
Bis 2015 mussten technische Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen ausschließlich vor der Inbetriebnahme in ihrer Gesamtheit inspiziert werden. Eine regelmäßige Prüfung war nur für einzelne Geräte vorgesehen. Die Betriebssicherheitsverordnung (§ 16 in Verbindung mit Anhang 2, Abschnitt 3, Nummer 5.1) schreibt seit Juni 2015 vor, dass diese Anlagen nun auch wiederkehrend auf ihre Explosionssicherheit zu prüfen sind. Die Übergangsfrist hierzu läuft am 31. Mai 2018 aus. Darauf weist der TÜV Rheinland in einer Pressemitteilung hin.