Workshop Digitalisierung – Bau- und Baustoffmaschinen identifizieren Arbeitsfelder

VDMA

Das Thema Digitalisierung hält auch bei den Bau- und Baustoffmaschinen Einzug. Um die anstehenden Problemstellungen und Arbeitsfelder zu identifizieren, trafen sich Vertreter der Branche am 13. September 2017 zu einem "Workshop Digitalisierung".

Im Laufe der Gespräche und analytischen Betrachtungen wurde der Umfang der anstehenden Arbeiten deutlich. „Digitalisierung ist kein Thema, was sich mal eben so nebenbei abbilden und mit abarbeiten lässt“, erklärt Dr. Darius Soßdorf vom Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen, der das Thema im VDMA betreut.

Wichtigstes Thema - Datenschnittstelle
Das wichtigste Thema der Digitalisierung ist hierbei eine geeignete Datenschnittstelle zu schaffen, die es gestattet, eine Maschinen- Modell- und Herstellerunabhängige „Maschine zu Maschine Kommunikation“ zu gestatten. In diesem Zusammenhang stehen natürlich auch weitergehende Fragen- und Problemstellungen wie Datensicherheit, Rechte an Daten, Vertragliche Vereinbarungen und vieles mehr.

"Globale Bestandsaufnahme" zwingend notwendig
Die Teilnehmer des Workshops haben in einem ersten Schritt die Notwendigkeit einer „globalen Bestandaufnahme“ aller Aktivitäten rund um das Thema Datenschnittstelle verständigt.

Mit dieser Maßnahme sollen Doppelarbeiten vermieden, bereits vorhandene Erfahrungen und Entwicklungen einbezogen und eine für die Branche sinnvolle Lösung angestrebt werden.
"Es wäre zu kurz gedacht, sich einfach hinzusetzen und eine eigene Lösung zu erstellen, ohne sich umzuschauen, was bereits existiert und wo man gemeinsamen Nutzen erreichen kann", gibt Soßdorf die Position der Teilnehmer wieder.

Der Rahmen im Unternehmen muss stimmen
Neben dem ganz deutlichen Arbeitsfeld rund um eine geeignete Schnittstelle wurde den Teilnehmern durch die Präsentationen von Clemens Fauvel (etventure Corporate Innovation GmbH) und Sebastian Fuhrich (Leiter der Digitalen Einheit, Putzmeister) aber auch deutlich, dass das Verständnis und die erforderliche Unternehmenskultur in einem Unternehmen stimmen muss, um sich auf dem neuen und völlig anders anzugehenden Themen- und Arbeitsgebiet der Digitalisierung erfolgreich entwickeln zu können.

"Die Teilnehmer mussten feststellen, dass es mit den klassischen Herangehensweisen an das Thema Digitalisierung mit großer Sicherheit nicht zum gewünschten Ergebnis kommen wird" resümiert Soßdorf am Ende der Veranstaltung. Die traditionelle Mentalität des Bewahrens wird hierbei nicht zum gewünschten Erfolg führen. Die Unternehmen müssen Rahmenbedingungen schaffen, die eine freie Entwicklung von Ideen und Konzepten gestatten, die neuen und teilweise auch unkonventionellen Annäherungen und Lösungsansätzen eine Chance geben.

Der VDMA Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen wird in seinen nächsten Schritten den Rahmen für eine adäquate Bearbeitung des Themas Digitalisierung bereitstellen.