Nachrüstung von Baumaschinen im Bestand

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Zur Einhaltung und Umsetzung der europäischen Luftqualitätsrichtlinie liegen in Deutschland bereits verschiedene Luftreinhaltepläne vor, die sich meist auf städtische Ballungsgebiete beziehen. Mehr und mehr werden die Emissionen von Baumaschinen identifiziert als Beitrag zur Luftverschmutzung, den es zu reduzieren gilt – wir haben eine aktuelle Übersicht zusammengestellt.

Die europäische Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG legt Grenzwerte für bestimmte Luftschadstoffe fest, mit dem Ziel, die Einwohner zu schützen. Die Umsetzung erfolgt in Deutschland mit der 39. BImSchV und richtet sich zunächst an die Bundesländer. Die zuständigen Behörden definieren dann für die Fläche ihres Landes entsprechende Gebiete und Ballungsräume. Auch aufgrund von Hintergrundbelastungen und nicht beeinflussbaren Größen wie Kessellagen oder Windrichtungen können die Grenzwerte in einigen Gebieten weniger gut eingehalten werden als in anderen.

Zur Erreichung der Grenzwerte für die Partikelimmission haben bereits einige Gebiete den Einsatz von Baumaschinen einer lokalen Regelung unterworfen, die für einen Teil der Flotte eine Nachrüstung mit einem Dieselpartikelfilter vorsieht. Der VDMA hat sich an vielen Expertengesprächen im Vorfeld beteiligt und dringt auf eine bundesweit einheitliche Formulierung, damit es nicht zu einem Flickenteppich verschiedenster Regelungen kommt. Grundsätzlich setzt sich der VDMA für folgende Positionen ein:

  • keine generelle Nachrüstpflicht für alle Maschinen
  • Maschinen, die der aktuell gültigen Emissionsstufe gemäß der europäischen Gesetzgebung entsprechen, müssen uneingeschränkt betrieben werden dürfen
  • Durchführung und Zertifizierung nur nach UN ECE R132
  • Nachrüstung nicht, wenn für Maschine am Markt keine zertifizierten Systeme erhältlich sind, sondern individuell entwickelt werden müssten
  • Marktüberwachung muss funktionieren

VDMA-Mitglieder finden im Download eine Übersicht über die uns bekannten Regelungen.

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