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Parlamentarischer Abend: Premiere gelungen

15.12.2015 | id:10334630

13 Parlamentarier und 13 Top-Repräsentanten der Baumaschinenindustrie trafen sich Ende November erstmals auf neuem Terrain in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin, um über effiziente Baumaschinen, "grüne" Baustellen und politische Rahmenbedingungen zu diskutieren. Nach einem schleppenden Beginn verlief die Diskussion dann kontrovers, lebhaft und engagiert, gefolgt von intensiven persönlichen Austauschen. Der Dialog in Berlin ist eröffnet.

Die Industrievertreter konnten vermitteln, dass eine moderne Baumaschine effizient und mit einem in den letzten 10 Jahren um 96% reduzierten Schadstoffausstoß auch umweltfreundlich ist und, dass es gilt, diese modernen Maschinen auch auf die Baustellen zu bekommen. Diskutiert wurde über DPF Nachrüstvorschriften, die nach Meinung der Industrie nur die Lebensdauer der Altmaschinen künstlich verlängern und ausschließlich im Feinstaubbereich kaum messbare Verbesserungen bringen. Wichtig war es den Herstellern auch klar zu machen, dass die Baumaschinenindustrie nicht mit der Automobilindustrie zu vergleichen sei und dass sie verlässliche Rahmenbedingungen benötigt und keinen Flickenteppich an nachgeschobenen Regelungen, die Entwicklungen blockieren und Erreichtes ad absurdum führen. Wichtig sei es, Prozesse zu betrachten und zu optimieren.

Peter Meiwald von Bündnis 90/die Grünen brachte eine einheitliche Kennzeichnung von Maschinen mit Umwelt-Plaketten ins Spiel. Er spielte den Ball an die Industrie zurück und fragte, was die Politik beim Thema Nachrüstung denn tun könne, um nicht noch ewig darauf zu warten, dass mehr Neumaschinen auf den Baustellen eingesetzt werden. Seine Partei sei bereit zur Förderung und offen für den Austausch, egal ob es um Qualitätsanforderungen bei der öffentlichen Beschaffung gehe oder um Aufklärung über neue Technologien beispielsweise zur NOx-Verbesserung. Auch bei der Evaluierung von Tests und Zahlen über Abgaswerte sieht er Gesprächsbedarf, so beispielsweise bei Differenzen zwischen Test-Zyklus und Real-Drive. 

Man versicherte sich auch zukünftig im Dialog zu bleiben. Die nächste Möglichkeit ist die bauma vom 11. bis 17. April 2015 in München. Alle teilnehmenden Politiker sind vom VDMA eingeladen, die bauma und die Firmen dort zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild über die Leistungsstärke, aber auch die Herausforderungen der für Deutschland so wichtigen Baumaschinenindustrie zu machen.

Bildquelle : VDMA

Schnieder, Anja
Schnieder, Anja
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